Bin nun genau 1 Monat in Frankreich u[nd] fange jetzt an, ein wenig vom Wesentlichen der Menschen u[nd] der Landschaft zu erfassen. Auch in der Sprache fange ich an, langsam freier zu werden. Am Nachmittag überkommt mich die Sehnsucht nach Frau u[nd] Kind. Mir ist traurig u[nd] schwer zu Mute, sodaß das Aquarell am Abend total daneben geht.

Mich bedrückt auch, daß ich solange nicht geschrieben habe, während Ruth so oft schreibt. Aber meine körperl[liche] Verfassung ist nicht zum besten, doch darf ich davon nicht schreiben. Ich muß durchhalten u[nd] arbeiten. Wer weiß wie es nächstes Jahr mit mir aussieht. Ich fühle irgendetwas Schweres auch mich zukommen.