Als mein Großvater Anfang der 1920er Jahre in Nürnberg die Kunstgewerbeschule besuchte, lernte dort bei Rudolf Schiestl auch Hermann Wilhelm: Er war gut vier Jahre älter als mein Großvater und wurde später, nach dem Zweiten Weltkrieg, Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg (wo unter anderem Oskar Koller zu seinen Schülern zählte).
In einer der Sammelmappen sind Werke der 1920er und 1930er Jahre zusammengestellt, die mein Großvater offenkundig von seinen Lehrern und Mitschülern erhalten hat (allerdings zumindest zum Teil wohl auch von anderen Künstlern, die damals in Nürnberg tätig waren – wie etwa von Carl Kellner).

Die meisten kleinen Blätter allerdings stammen von Hermann Wilhelm: Es sind vor allem Holzschnitte und andere Drucke, auch drei Scherenschnitte.






Hermann Wilhelm war einer der Begründer der „Gesellschaft für zeichnende Künste“. So enthält die Mappe auch einige Austellungseinladungen und anderes Werbematerial für diese Gesellschaft.

Sei 1940 war Hermann Wilhelm mit Wett Scharg verheiratet. Eine Einladung zum Hausball bei ihr hat sich ebenfalls erhalten.


